BNetzA-Beschluss Netznutzungsvertrag Strom.


Knapp ein Jahr nach Eröffnung des Konsultationsverfahrens zur Festlegung eines einheitlichen Netznutzungs- und Lieferantenrahmenvertrages Strom durch die BNetzA (BK6-13-042) liegt mit Datum vom 21.08.2014 eine neue Version des Netznutzungsvertrages vor. Hintergrund ist der Wunsch vieler Marktteilnehmer, die in der Vergangenheit entstandenen Konflikte durch Harmonisierung der Vertragsgestaltung und Abwicklung der Netznutzung in Zukunft mit der Vorgabe eines einheitlichen Vertragswerkes zu vermeiden. In einem Workshop der BNetzA am 02.09.2014 wurden der neue Vertragsentwurf sowie die dazu von Unternehmen und Verbänden eingegangenen Stellungnahmen diskutiert.

Neben inhaltlichen Änderungswünschen werden die von der BNetzA geforderten Umsetzungsfristen von drei bzw. sechs Monaten seitens der Verbände kritisch beurteilt. In einer Stellungnahme des BDEW und VKU vom 12.09.2014 wurde daher u.a. eine einheitliche Frist für Alt- und Neuverträge sowie insgesamt eine angemessene Übergangsfrist gefordert.

Der neue Standardvertrag umfasst im Wesentlichen folgende Neuregelungen:
  • Informationspflicht des Netzbetreibers bei Änderungen der Netznutzungsentgelte,
  • Abrechnung von Blindstrom, Konzessionsabgaben, Schwachlastzeitregelung,
  • Abrechnung von RLM-Entnahmestellen (Zeitraum, unterjähriger Lieferantenwechsel),
  • Verwendung rechnerisch abgegrenzter Messwerte bei SLP-Entnahmestellen,
  • Unterbrechung der Netznutzung,
  • Sicherheitsleistung und Kündigung.

Mit der finalen Festlegung des Standardvertrages wird im Frühjahr 2015 gerechnet. Je nach dann beschlossener Umsetzungsfrist sind die Netzbetreiber angehalten, unverzüglich die erforderlichen Vertrags-, Prozess- und IT-Systemanpassungen vorzunehmen.

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Ihr direkter Ansprechpartner.

Leitung Prozessmanagement

Stefan Lückmann

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