Bundesregierung erlässt Gesetz zur Modernisierung der Netzentgelte.


Stromkunden im Norden und Osten Deutschlands, wo viel Strom aus Erneuerbaren Energien produziert wird, zahlen deutlich höhere Übertragungsnetzentgelte als Stromkunden in anderen Teilen Deutschlands. Übertragungsnetzentgelte – lediglich ein kleiner Teil der gesamten Netzentgelte – entwickeln sich drastisch auseinander, da Integrations- und Übertragungskosten der erneuerbaren Energien nicht deutschlandweit von allen Kunden getragen werden, sondern in den betroffenen Netzgebieten verbleiben.

Nach Beschluss des Netzentgeltmodernisierungsgesetz (NEMoG) im Bundestag Ende Juni hat der Bundesrat das Gesetzes am 7. Juli 2017 gebilligt. Es vereinheitlicht die Übertragungsnetzentgelte zwischen den Netzgebieten der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber und verringert damit die regionalen Ungleichgewichte. Die Übertragungsnetzentgelte sollen über vier Jahre, beginnend am 1. Januar 2019, schrittweise angeglichen werden. Im Jahr 2023 wird schließlich jeder Netznutzer für sein Übertragungsnetz das gleiche Entgelt zahlen.

Um die stromkostenintensive Industrie insbesondere im Südwesten Deutschlands nicht über Gebühr mit steigenden Preisen zu belasten, ist eine Begrenzung der Umlage nach den Regeln des KWKG vorgesehen. Das Gesetz ändert die Berechnungsgrundlagen für die vermiedenen Netzentgelte, ohne ein neues Instrument einzuführen. Es unterscheidet hierbei nach steuerbarer und volatiler Einspeisung. Der Anteil der vermiedenen Netzentgelte allein für KWK-Anlagen belief sich nach Angaben der Bundesnetzagentur im Jahr 2015 grob abgeschätzt auf insgesamt über 700 Mio. Euro.

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Leistungsbausteine.


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Ihr direkter Ansprechpartner.

Leitung Dezentrale Energiewirtschaft

Volker Broekmans

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