Marktraumumstellung von L-Gas auf H-Gas.


Das L-Gas-Versorgungsgebiet muss aufgrund zurückgehender Förderung schrittweise bis 2030 auf H-Gas umgestellt werden. Betroffen sind hiervon neben den Netzbetreibern die Versorgungsgebiete von knapp 60 Stadtwerken im Nordwesten Deutschlands.

Die Umstellung involviert eine Vielzahl von Unternehmen und erfordert im betroffenen Marktraum umfangreiche technische Maßnahmen. So sind neue Gasleitungen zu bauen, Verdichterstationen zu erweitern und knapp 5 Mio. Gasgeräte in Haushalten, aber auch Industrieanlagen und Kraftwerken anzupassen. Auch Bilanzierungs- und Abrechnungssysteme sind zur Umsetzung der neuen Rahmenbedingungen zu ertüchtigen.

Die Planung der regionalen Umsetzung der Marktraumumstellung erfolgt multilateral zwischen den betroffenen Netzbetreibern auf allen Netzebenen sowie ggf. größeren industriellen Abnehmern. In diesem Zusammenhang sind u.a. mögliche Netzunterteilungen in Schaltbezirke zu bestimmen sowie potentielle Aus- und Umbaumaßnahmen festzulegen. Außerdem ist sicherzustellen, dass beteiligte Stellen fristgerecht und umfassend informiert werden.

Im Mittelpunkt der Markraumumstellung steht die Anpassung sämtlicher Gasverbrauchseinrichtungen, die aus vier Kernprozessen besteht. Zunächst sind zur Vorbereitung die installierten Verbrauchseinrichtungen an jedem Zählpunkt zu erheben. Im Weiteren folgt die eigentliche Anpassung der Geräte an die neue Gasbeschaffenheit. Parallel ist eine Qualitätskontrolle durchzuführen, um die Erhebung und Anpassung durch die Monteure zu überwachen. Schließlich erfordern die umfangreichen Aufgaben ein übergeordnetes Projektmanagement.

Die Maßnahmen für die Marktraumumstellung sind nach § 19a des EnWG zunächst von den betroffenen Netzbetreibern auf eigene Kosten vorzunehmen und dann auf alle Netze innerhalb des jeweiligen Marktgebietes umzulegen. Die Anerkennung der umlagefähigen Umstellungskosten obliegt der BNetzA/LRegB, welche von den Netzbetreibern frühzeitig einzubinden sind.

Umsetzung.


bc bietet Beratungsleistung für alle Handlungsfelder der Marktraumumstellung an und stimmt mit Ihnen den individuell erforderlichen Umfang ab. Die jeweilige Projektausführung erfolgt bei bc zielgerichtet auf Basis der gegebenen zeitlichen Bedingungen und der zur Verfügung stehenden Ressourcen unter der Prämisse, dass zu jeder Zeit die technische Sicherheit, Netzstabilität, Versorgungssicherheit und Kosteneffizienz gewährleistet sind.

Den Rahmen bilden dabei die jeweils aktuellen Vorschriften, wie die KoV VII (welche Definitionen zu Prozesse und Fristen sowie zur Art und Weise der Kostenwälzung enthält), der BDEW-Leitfaden (der die operativen Abläufe zwischen den Netzbetreibern und ihren Marktpartnern beschreibt) sowie die Regelwerke des DVGW (zur Gewährleistung der technischen Sicherheit).

Leistungsbausteine.


  • Erarbeitung eines auf das Netz zugeschnittenen Umstellungsfahrplans sowie der Unterteilung des Netzes in Schaltbezirke,
  • Einholung von Genehmigungen für eventuelle netztechnische Maßnahmen sowie deren Ausschreibung und Koordination,
  • Zusammenstellung und Aufbereitung der umlagefähigen Kosten sowie Abstimmung mit BNetzA/LRegB,
  • Erstellung eines Kommunikationskonzeptes und Übernahme der Marktkommunikation sowie Betrieb eines Erdgasbüros,
  • Übernahme der Steuerungsaufgaben/des Projektmanagements für die Umstellung der Gasverbrauchseinrichtungen,
  • Umsetzung von geeigneten und effizienten Methoden um die Bilanzierungs- und Abrechnungsumstellung zu gewährleisten.

Ihr direkter Ansprechpartner.

Leitung Marktraumumstellung

Frank Sprenger

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